NEWS & STORIES

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Neuigkeiten und Geschichten aus Ulrikes Welt finden Sie hier.

Gute Vorsätze

STORIESPosted by Ulrike 11 Jan, 2011 16:20
11. 01. 2011

Eigentlich hatte ich mir schon längst vorgenommen, endlich mal wieder einen Text zu schreiben...

Aber man kennt das ja: entweder man muss plötzlich dringend die Wohnung putzen, oder einkaufen oder Schränke sortieren, oder man macht eine Liste, auf die man schreibt, dass man mal wieder die Wohnung putzen, einkaufen oder Schränke sortieren müsste. Auf jeden Fall tut man alles, nur nicht das, was man sich eigentlich vorgenommen hatte.

Haben Sie sich für 2011 etwas vorgenommen? Etwas Realistisches, meine ich? Dass wir alle mehr Sport machen, uns gesünder ernähren und bessere Menschen sein wollen, das ist ja eh klar. Jedes Jahr auf's Neue. Mit realistisch meine ich zum Beispiel, dass man dankbar ist. Wofür, fragen Sie sich jetzt? Na zum Beispiel, dass sie diesen Text jetzt gerade lesen können. Ich meine, sie könnten alternativ jetzt auch schlimmere Dinge tun, z.B. Wohnung putzen, einkaufen, Schränke sortieren...
Nein im Ernst, man sollte einfach dankbar sein für das, was man hat. Dann bedarf es auch keiner guten Vorsätze mehr, irgendetwas besser machen zu wollen. Denn wenn alles gut ist, so wie es ist, was soll dann noch besser werden? Tun Sie alles mit Leidenschaft, und Sie werden Spaß daran haben! Auch wenn Sie gerade die Wohnung putzen, einkaufen oder Schränke sortieren...

Was nutzt es denn, sich Dinge vorzunehmen, die man sowieso nicht einhalten kann. Ein Freund wollte beispielsweise ab 1. Januar nicht mehr so viel trinken. Nur noch 1 Getränk pro Abend, maximal. Gestern hat er kapituliert, weil ihn die Verkäuferin im Supermarkt schon komisch angeguckt hat, als er seine Wochenration von 7 Flaschen Wodka auf Vorrat kaufen wollte. Dann doch lieber keine Vorsätze. Wenn es so sein sollte, dass wir nicht trinken, schlemmen, genießen, wozu haben wir dann diese Vielfalt an Lebensmitteln? Wer will uns damit testen?

Gut, wird der ein oder andere jetzt argumentieren, wenn es andererseits so sein soll, dass wir regelmässig Sport treiben, wozu gibt es dann den inneren Schweinehund? Das frage ich mich allerdings auch. Aber um ihn mir wohlgesonnen zu halten, esse ich jetzt erstmal ne Wurst. Und danach schreibe ich ne neue Liste...

Frohes neues Jahr!

Los geht's!

NEWSPosted by Ulrike 20 Dec, 2010 23:15

22. 12. 2010

Hallo liebe Freunde,

schön, dass ihr bei mir vorbeischaut!

Dies hier ( http://newsblog.ulrike-homuth.com ) ist der lebendige Teil meiner Webseite www.ulrike-homuth.com. Ich werde versuchen, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen (..ihr wisst ja, wie das manchmal ist – mal ist das Wetter zu schön, mal hat man wirklich einen Job…) Neuigkeiten zu berichten oder Geschichten zu schreiben, von denen ich glaube, dass sie für andere- also für euch- interessant oder wenigstens unterhaltsam sind.

Ihr könnt gerne Kommentare dazu schreiben, so bleibt die Seite dann tatsächlich lebendig. Und wenn mir eure Meinung nicht passt, kann ich sie einfach löschen. So funktioniert Meinungsfreiheit, das hat man mir 40 Jahre lang beigebracht…

Einige Geschichten sind bereits älteren Datums, also nicht wundern, wenn es mit der Aktualität nicht mehr so ganz hinhaut. Ich habe die Texte von NewsXL.com gerettet, da es diese Seite leider nicht mehr gibt. Das ein oder andere Glanzstück aus vergangener Zeit ist sicherlich dabei, und außerdem sieht diese Seite jetzt nicht mehr ganz so jungfräulich aus.

Ach ja, ich soll euch noch auf eine - wie sage ich es am besten – Patientin aufmerksam machen, die gleichzeitig mit ihrer Webseite online gegangen ist, die alte Nachmacherin.. Sie heißt Gudrun und ist eine unverbesserliche Rampensau. Aber schaut einfach selbst, ich habe ihr schon viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet: www.gudrun-fernsehenschtar.com

Ich freue mich jedenfalls auf kreativen Gedankenaustausch mit euch auf dieser Seite!

Bis bald, eure Ulli

Die schönste Zeit des Jahres

STORIESPosted by Ulrike 12 Dec, 2010 22:48
12. 12. 2010

Wer sagt eigentlich, dass Weihnachten die schönste Zeit des Jahres ist? Ich fasse mal kurz zusammen, wie sich die besinnliche Vorweihnachtszeit in einer deutschen Großstadt darstellt:

Es ist eisig kalt, gestresste Menschen jagen dank Adventsshopping mittlerweile rund um die Uhr durch überfüllte Einkaufszentren auf der Suche nach Geschenken für Personen, die sie normalerweise gar nicht beschenken würden. Die Strassen sind voll gestopft wie die Mastgänse an den Feiertagen, und aus jeder Ecke dröhnt dir eine andere Weihnachtsmelodie ins Ohr. An den Feiertagen versucht man der Harmonie willen, möglichst die gesamte Verwandtschaft unter einen Hut zu bekommen, was mitunter zu stundenlangen Warteschlangen auf den Autobahnen und fast akrobatischen Stapeleinlagen bei der Bahn führt. Was da an Harmonie übrig bleibt, kann man sich denken. Das Einzige, was noch ansatzweise mit dem Fest der Liebe zu tun hat, sind hartnäckige Love-handles, die sich als unübersehbare Rettungsringe auch noch Monate später um die Hüften rollen…

Eine Flucht in die Sonne erscheint da wie ein Lichtblick am Horizont. Aber zählt das dann eigentlich noch als richtiges Weihnachtsfest? Dazu gehört doch Schnee, ein Tannenbaum und Lametta, Kekse, Glühwein und die Weihnachtsgans… Das meinen wir, weil wir es nicht anders kennen. Aber ich kann Ihnen versprechen, Weihnachten wird auf der ganzen Welt gefeiert, und so leicht flüchtet es sich nicht…

Wohin fliegt der Deutsche, wenn er wenig Zeit hat aber optimale Sonnenauslastung wünscht? Na klar, mit dem Ferienbomber auf die Kanaren. Im Idealfall gibt’s hier Sonne satt, aber keine Angst, der Weihnachtsmann lässt sich davon nicht abschrecken. Auch bei 25Grad Idealtemperatur läuft er in voller Ausrüstung mit Mütze und Stiefeln am Strand entlang. Der Arme hat ja nichts anderes zum anziehen, oder haben Sie vielleicht den Weihnachtsmann schon einmal in Badehose gesehen? Na also – Wiedererkennungswert garantiert! Die Ferienhotels werden bereits vor dem 1.Advent weihnachtlich dekoriert, um einen daran zu erinnern, dass man noch Geschenke kaufen muss. Eigentlich gar keine schlechte Marketingstrategie, denn Weihnachten kommt ja jedes Jahr wieder sehr überraschend..

Wer mehr Zeit hat und es sich leisten kann, fliegt am besten gleich weiter weg, zum Beispiel in die Karibik, um auf Nummer sicher zu gehen: kilometerlange Sandstrände, glasklares Wasser, Kokospalmen und mittendrin – der Weihnachtsmann! Man kann ihm nicht entfliehen, er ist allgegenwärtig!

Links: Obststand in Costa Rica – wo ist der Weihnachtsmann? Rechts: Reichlich geschmückter Tannenbaum in Cozumel / Mexico

Palmen spenden kühlenden Schatten, aber zur Weihnachtszeit darf man sich hier auch unter der reichlich behängten Nordmann-Tanne heimisch fühlen. Es lebe der Kitsch, das ist die Devise. Nicht zuletzt, damit sich die täglich zu Tausenden von Kreuzfahrtschiffen an- (und auf-) geschwemmten Amerikaner auch wie zu Hause fühlen. So ist das dann mit der Globalisierung. Der ist es schließlich zu verdanken, dass man niemals auf der Welt irgendetwas vermissen muss. Der Lieblings Coffee Mocha Latte Chocolate Flavour Venti To go einer bekannten amerikanischen Kaffeehauskette schmeckt in einem karibischen Touristenort eben genauso, wie am Berliner Hauptbahnhof. Wenn das mal keine Errungenschaft der neuen Zeit ist..

Wenn man den richtigen Stoff raucht, bekommt auch der Weihnachtsbaum etwas Weibliches… Weihnachtsfrau in Ochos Rios / Jamaica

Musikalisch wird man in der Karibik auf vielerlei Arten weihnachtlich gestimmt, und das meistens aus mehreren Richtungen gleichzeitig. Während man bei der Reggae-Version von „Jingle Bells“ noch überlegt, wie das Lied eigentlich ohne Steel Drums klingt, dröhnen einem parallel dazu karibische Merengue-Klänge ins Ohr, aus denen sich nach längerem Hinhören „Rudolph the rednosed rendier“ herauskristallisiert. Wenn damit auch nicht unbedingt der Grundstein für einen neuen musikalischen Stilmix gelegt wird, so ist das doch allemal eine gute Alternative zum alljährlichen Kirchenchor.

Wenn Sie also an den Feiertagen noch nichts vorhaben, probieren Sie es doch einfach mal aus: Cuba Libre statt Glühwein, Truthahn statt Weihnachtsgans, Gemeinsamkeit statt Konsumwahn. Sie werden überrascht sein, dass sogar Ihr Geldbeutel noch etwas übrig hat. Und wenn Ihnen das zu viel Aufwand ist, dann ziehen Sie sich doch einfach mit nem guten Mojito in die Sauna zurück. Vergessen Sie aber nicht, vorher die Musikanlage auszuschalten…







Istanbul mal anders

STORIESPosted by Ulrike 12 Dec, 2010 21:46
04. 11. 2010

Wenn sie bereits in Istanbul waren und diese turbulente Stadt einmal hinter der Touristenfassade kennen lernen wollen, dann empfehle ich Ihnen eine organisierte Fahrradtour zum Sonnenaufgang – ich verspreche Ihnen ein Erlebnis, was Sie so schnell nicht vergessen werden!


Man muss sich das folgendermaßen vorstellen: um 04.30 trifft sich eine Gruppe von Menschen, die so hoch motiviert, wie man um diese Uhrzeit nur sein kann alle auf die gleichen Fahrräder steigen, mit den gleichen Helmen auf den Köpfen (Safety first!) und den gleichen Rucksäcken auf den Rücken (Proviant und Diverses, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein)! In unserem Fall wurde nach der obligatorischen Einweisung noch der ein oder andere Mitfahrer aussortiert (man sollte ein Fahrrad eben nicht nur von der Wii kennen, sondern tatsächlich ohne Stützräder bereits einmal unfallfrei gefahren sein..), bevor die Tour in verschiedenen Gruppen startete. Einheimische, die sich gerade von einer durchzechten Nacht auf dem Heimweg befanden, werden nach unserem Anblick vermutlich dem hochprozentigen Alkohol für längere Zeit abgeschworen haben.

Der erste Stop auf unserer Tour war auch direkt schon das Highlight des Ausflugs: der Sonnenaufgang über dem Bosporus. Leider war dieser Programmpunkt zeitlich begrenzt, obwohl sich allein dafür das Aufstehen schon gelohnt hatte. Danach begann jedoch die eigentliche (Tor-)Tour. Auf den folgenden fünf Stunden galt die Devise „der Weg ist das Ziel“, und der bestand hauptsächlich aus winzigen Straßen die permanent bergauf zu führen schienen und unendlich vielen Sackgassen, die einen immer dann zum Umkehren zwangen, wenn man gerade oben auf dem Berg angekommen war. Istanbul live – wie es gerade erwachte und wie es sicherlich noch kein Tourist nüchtern erlebt hat. Echter türkischer Kaffee, der auch den letzten verschlafenen Radfahrer aus dem Koma erweckte sowie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (für’s Foto mal ohne Touristen davor) standen ebenfalls auf dem Programm.

Das Highlight der Tour: der Sonnenaufgang über dem Bosporus (li). Der Kopfschmuck dieses Einheimischen (re) wurde später unser Frühstück..

Ich bekam einen völlig neuen Eindruck von der 14 Millionen Stadt, die um diese Zeit des Tages ungewöhnlich friedlich und verschlafen wirkte. Dieser Eindruck entstand allerdings nicht zuletzt dadurch, dass in einigen Gassen tatsächlich Menschen ihren Rausch ausschliefen und man schnell vorbei fuhr, weil man sich nicht sicher sein konnte, ob sie tatsächlich nur schliefen...

Mit der unheimlichen Ruhe war es schlagartig vorbei, als wir ein weiteres Highlight der Tour erreichten – den großen Basar. Aha, dachte ich, hier waren also alle versammelt und wir mittendrin in unserer Aufsehen erregenden Fahrradmontur, die uns auch mit viel Fantasie immer noch als Fremdkörper entlarvte. So konnten wir uns der Opferrolle kaum entziehen und reihten uns ein in den Pulk der Feilscher und Pfennigfuchser. Und davon gab es selbst um diese Uhrzeit mehr als genug, denn der Basar steht auf dem Ausflugsprogramm sämtlicher Reiseunternehmen, die Touristen in die zweigeteilte Stadt transportieren. Hier bekommt man so ziemlich alles, vorausgesetzt, man versteht zu handeln. Dabei ist der Einsatz nicht nur von Händen und Füßen sondern des gesamten Körpers erlaubt und zweckmäßig.

Am Ende kehrte dann der ein oder andere schlaue Tourist als stolzer Besitzer einer fast geschenkten (aber natürlich echten!) Rolex oder eben ohne eben solche zurück, falls er sie vorher noch am Handgelenk hatte. Des einen Freud ist eben manchmal des anderen Leid. Immerhin war es für die Unbeteiligten sehr unterhaltsam..


Als wir gegen Mittag den Rückweg antraten, hatte ich das Gefühl, bereits mehrere Tage Istanbul erlebt zu haben, und zwar hautnah. Und zur Unterhaltung der türkischen Bürger haben wir gleichzeitig auch noch beigetragen. Unvergessen bleiben die verständnislosen Gesichter der Einheimischen, die viel sagende Blicke tauschten, wenn wir sie passierten. Fahrrad fahren in Istanbul ist eben etwas anders und in etwa vergleichbar mit Nordic Walken in der Karibik – für Einheimische nicht nachvollziehbar, aber ein unvergessliches Erlebnis für Touristen. Probieren Sie es einfach mal aus! Und wenn’s dann nichts war, kann man immer noch Raki trinken…



Letzter Aufruf

STORIESPosted by Ulrike 12 Dec, 2010 21:34
01. 10. 2009

Man hört sie auf allen Flughäfen dieser Welt, permanent und in jeder Sprache: die letzten Aufrufe. „Passagier Backfisch, gebucht nach Kopenhagen (!), wird gebeten, sich umgehend am Flugsteig XY einzufinden.“ Und wer hat noch nicht damit gerechnet, dass gleich der eigene Name fällt? Das passiert jedoch selten, wenn man in letzter Sekunde und größter Eile zum Gate hastet. Wachsamkeit ist allerdings angesagt, wenn man auf einem Zwischenstopp mehrere Stunden auf dem Flughafen sitzt, selbst wenn man nicht einschläft. Die Gefahr, nach dem 8. Kaffee die Zeit zu vergessen, ist groß und Gatewechsel gerne genommen, um die Spannung zu erhöhen. „Passagier Homuth, gebucht nach Berlin Tegel, bitte begeben Sie sich umgehend zu Flugsteig D“. Ich war tatsächlich gemeint! Vor Schreck ließ ich glatt die Zeitschrift fallen, in der ich gelangweilt geblättert hatte, da die Zeit absolut nicht vergehen wollte. Nun stürzte ich zum genannten Gate, wo mich ein Steward, der überhaupt nicht in Eile zu sein schien, freundlich begrüßte und um etwas Geduld bat, denn wir müssten noch auf den Zubringerbus warten. Fehlte nur noch, dass er mir nen Kaffee anbot mit den Worten: "Ach Frau Homuth, schön dass Sie uns die Ehre geben und auch endlich das Gate gefunden haben, nehmen Sie Milch und Zucker...?" Vielleicht suchte Guido Cantz ja auch schon nach neuen Motiven für "Verstehen Sie Spaß?". Ich schaute mich in der Halle um, aber ich war tatsächlich die Einzige. Der Bus kam, lud mich ein und fuhr mit mir ganz alleine über das Rollfeld zum Flugzeug. Der Busfahrer grinste. ‚Schon wieder so eine Verpeilte’, schien er zu denken. Ich konnte diese exklusive Fahrt leider nicht so richtig genießen. Jetzt gibt’s bei Einstieg bestimmt gleich ne La Ola, dachte ich, aber nicht vor Freude... Doch meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Vielleicht hätte ich mir für meinen großen Auftritt wenigstens noch mal die Haare kämmen sollen - so viel konzentrierte Aufmerksamkeit bekommt man ja auch nicht alle Tage. Kurz darauf hörte ich schon „Boarding completed“, was mir immerhin den Mut gab, mich in eine komplett freie Sitzreihe zu setzen. Schließlich kam ja keiner mehr.. Und eines weiß ich mit ziemlicher Sicherheit: das nächste Mal, wenn es wieder heißt, die Maschine sei zum Einstieg bereit, werde ich mich so entspannt, wie es in dieser Situation geht, zurücklehnen, um mir dann in aller Ruhe den besten Platz auszusuchen. Man ist ja lernfähig. Allerdings sei hinzugefügt, dass diese Taktik für Easy Jet Flüge nicht geeignet ist...



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